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Kronen Zeitung

vor 3 Stunden
ADMIRAL Bundesliga

HARTBERG AM SCHEIDEWEG

„Ich will den Verein nicht an die Wand fahren!“

Burghard Enzinger

Quo vadis, TSV Hartberg? Die Oststeirer müssen künftig Einsparungen vornehmen. Derzeit rauchen die Köpfe über die Neuausrichtung des Sensationsteams, das sich Salzburg unglücklich mit 1:2 geschlagen geben musste. In rund 14 Tagen soll feststehen, wohin die Reise der Hartberger geht und wer dafür der passende Trainer ist.


Fakt ist: Hartberg muss Einsparungen vornehmen. Die Gründe längst bekannt: Weniger Geld aus dem TV-Vertrag, weniger Geld aus den internationalen Solidaritätszahlungen. „Und was man nicht vergessen darf: Wie geht es mit unserer Wirtschaft weiter? Die goldenen Jahre sind vorbei“, sagt Erich Korherr, der sich mit seinem Vorstand daher die Frage stellt: Es gibt weniger Geld, wo können wir einsparen?

"Das ist im Fußball eben nur bei den Personalkosten möglich, der Rest ist gegeben. Ich will den Verein nicht an die Wand fahren."Hartberg-Obmann Erich Korherrfan.at quote icon

„Das ist im Fußball eben nur bei den Personalkosten möglich, der Rest ist gegeben. Ich will den Verein nicht an die Wand fahren. Und diese Fragen bzw. Gedanken müssen erlaubt sein“, sagt der Hartberg-Macher. Fix ist: Das Sensationsteam aus der Steiermark wird zwangsläufig eine Neuausrichtung vornehmen müssen, will man nicht bald mit großen Augen vor leeren Klubkassen stehen.

Bild: APA/EXPA / APA / picturedesk.com

„Ein Weg wäre, weniger Ausländer im Kader zu haben, mehr Spieler aus der Umgebung. Wie viele Spieler braucht es? Soll das Team noch jünger werden? Woher kommen sie? Denn aktuell haben wir viele Profis, die eine Wohnung benötigen. Kommen Spieler aus der Region, fällt das weg. Über das alles denken wir nach“, sagt Korherr.

Bild: GEPA

Mit Erfolgstrainer Manfred Schmid, dessen Vertrag ausläuft, hat es letzte Woche ein Gespräch gegeben. „Und in diesem habe ich mich für seine Leistung sehr bedankt. Er hat uns in die Meistergruppe gebracht“, will der TSV-Boss von fehlender Wertschätzung nichts hören. „Und auch die Leistung beim 1:2 gegen Salzburg war mehr als okay“, lobt Korherr. Trotz Unterzahl (Rot für Spendlhofer) drückte TSV auf den Ausgleich.

Quo vadis, Hartberg? Antworten darauf soll es laut Korherr in rund 14 Tagen geben. Bis dahin soll geklärt werden: Welchen Weg schlägt der TSV ein, wer ist der richtige Trainer für die Neuausrichtung? Vorher wartet aber noch das Derby am Sonntag bei Sturm. „Auch wenn bei uns mit Spendlhofer und Tormann Hülsmann zwei Mann gesperrt sind, wir haben gute Ersatzspieler.“ 


Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at

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